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Blender 3D Tutorial Deutsch - Tutorials und Informationen zur Open Source Software Blender 3D

Blender Tutorial Teil 22: Der Build Modifier

Blender Tutorial Teil 22: Der Build Modifier

Um den Build Modifier kennenzulernen ist der Leuchtturm, den wir im Blender Tutorial Teil 11 und Teil 12 erstellt haben, geradezu prädestiniert.

Der Build Modifier baut das Objekt in einer kleinen Animation aus seinen einzelnen Flächen zusammen.

Je mehr Polygone existieren um so detaillierter kann in der Animation aufgebaut werden und umso interessanter ist der Minifilm 🙂

Öffnet also eure Blenderdatei mit eurem Leuchtturm und wechselt gegebenenfalls in den Object Mode. Wählt den Leuchtturm aus und fügt im Properties Panel den Build Modifier hinzu.

-> [Button mit dem Schraubenschlüssel drücken] -> [Add Modifier] -> [Build]

Sobald Ihr den Build Modifier angefügt habt, verschwindet euer Objekt. Nicht erschrecken, es ist immer noch vorhanden und unversehrt, im Edit Mode zum Beispiel ist es komplett sichtbar.

Am Build Modifier könnt ihr wenige Einstellungen vornehmen.

Im Feld Start legt Ihr den Startframe für die Animation fest, also bei welchem Bild die Animation starten soll, voreingestellt ist hier Bild Nummer 1. Wird ein höherer Wert eingegeben, zum Beispiel 5, bleiben die ersten 4 Bilder des Films leer und erst ab Bild 5 beginnt der Zusammenbau des Objektes.

Im Feld darunter hinter Length wird die Länge der Animation eingestellt, der Default-Wert ist hier 100, das bedeutet die Animation ist nach 100 Bildern beendet. Wenn Ihr also den Startframe auf 5 gesetzt habt und die Länge auf 100, dann ist die Animation, bzw. der Aufbau des Objektes im 104. Bild komplett abgeschlossen.

Normalerweise wird das Objekt in der Reihenfolge aufgebaut, in der es modelliert wurde. Eine Möglichkeit diese Reihenfolge zu variieren habt Ihr mit Randomize.

Wenn vor Randomize ein Haken gesetzt wird, dann werden die Flächen zufällig zusammengesetzt, je nach Objekt sieht das manchmal spannender aus als der Aufbau von unten nach oben.

Bei aktivem Randomize kann im Feld darunter bei Seed festgelegt werden, mit wie vielen Flächen bei jedem Schritt gleichzeitig gebaut wird.

Zum Beispiel bei Seed: 3 wird die Animation mit 3 Flächen begonnen und es werden im Folgenden immer 3 Flächen auf einmal hinzugefügt bis das Objekt komplett ist.

Den Build Modifier könnt Ihr natürlich auch mit anderen Modifiern kombinieren, zum Beispiel mit dem Array Modifier, den wir im vorherigen Teil kennen gelernt haben. Je nach Reihenfolge der Modifier verändert sich der Effekt, auch hierbei ist eure Experimentierfreude gefragt 🙂

Das waren soweit die Modifier, kommen wir nun zur Timeline, wir wollen uns die Animation schließlich auch ansehen.

Die Animation speichern

Im Timeline Header, dieser befindet sich ganz unten auf der Blender-Arbeitsoberfläche, findet Ihr das gleiche Feld mit Start:, wie im Build Modifier, hier lasst Ihr sinnvollerweise den Startframe auf 1 stehen. Je nach dem, bei welchem Bild eure Animation beginnt und welche Länge diese hat, solltet Ihr den Wert für das letzte Bild im Feld End: rechts daneben einstellen.

Wenn wir das Beispiel von oben heranziehen, in dem der Aufbau im 104. Bild fertig ist, wir noch ein paar Bilder zum Anschauen des kompletten Objektes hinzu rechnen, wären wir bei ungefähr 120 Bildern für End:

Ein Feld weiter rechts wird einfach nur das aktuelle Bild angezeigt und danach kommen die Buttons zum Abspielen der Animation. Diese Buttons sehen genauso aus, wie sie sich auf jedem beliebigen Abspielgerät wiederfinden lassen, also hier einfach auf den Pfeil-Button klicken oder das Tastenkürzel [Alt] + [A] nutzen.

Falls Ihr eure Animation speichern wollt, müsst Ihr im Properties Panel Header den Button mit der kleinen Kamera drücken und dann weiter unten unter dem Punkt Output auf das Feld mit dem Bildsymbol, wo wahrscheinlich gerade JPEG steht, klicken und im aufklappenden Menu unter der Überschrift Movie ein Filmformat auswählen, zum Beispiel AVI Codec.

Die Animation speichern

Im Feld direkt darüber könnt Ihr den Zielordner für die Speicherung des Films eintragen, oder, wenn Ihr auf das Ordnericon rechts im Feld klickt, gelangt Ihr in den File Browser, wählt dort den Zielordner aus und bestätigt mit [Accept] ganz oben rechts.

Anschließend klickt Ihr im Properties Panel unter dem Punkt Render auf [Animation], die einzelnen Bilder des Films werden gerendert und gleich im Zielordner gespeichert, das Ganze kann ein Weilchen dauern.

Während des Renderings ist die Timeline immer noch eingeblendet, dort im Header wird links neben den Abspielbuttons die Nummer des Bildes angezeigt, welches gerade gerendert wird, so könnt Ihr den Fortschritt des Renderings mit verfolgen.

Achtet darauf, dass Ihr auch vorher eure Camera in der Szene passend positioniert und für genug Licht gesorgt habt 😉

Dann wären wir mal wieder am Ende eines Tutorial-Teils angekommen und ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Experimentieren 🙂

Hier geht es zum Blender Tutorial Teil 23: Der Solidify Modifier

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